Boxoffice USA: Fünf Jahre, fünf Hits – hervorragender Start für „Saw V“
Datum: Sunday, 26.October. @ 18:33:56 CET
Thema: Kino


Irgendwann muss der Bann einmal gebrochen werden und die Erfolgs-Serie zu Ende gehen. Aber auch dieses Jahr war es noch nicht der Fall. Die „Saw“-Franchise bleibt für das Studio Lionsgate die eierlegende Wollmilchsau, auch der fünfte im Jahrestakt gestartete Beitrag spielt zum Start konstant fast das Gleiche wie seine drei Vorgänger ein und beschert dem Studio somit weiterhin das Wunder eines planbaren, sicheren Hits. Oder, kurz gesagt: Am Wochenende vor Halloween holte „Saw V“ beeindruckende 30,5 Millionen Dollar zum Start in den USA.

Trotz eines Wechsels auf dem Regiestuhl, Ausstatter David Hackl übernahm von Darren Lynn Bouseman („Saw II-IV“), blieben die Kritiken vernichtend, was auch nicht verwundert angesichts der Tatsache, dass der Killer bereits seit „Saw III“ tot ist und die Geschichte nicht aus dramaturgischen Notwendigkeiten verlängert wird, sondern allein deswegen, weil das Publikum wie ein Uhrwerk jedes Jahr bereits am Startwochenende das Budget wieder in die Kasse spült, diesmal stehen 11 Millionen Dollar Produktionskosten bereits zum Start ein Bruttoeinspiel von 30,5 Millionen gegenüber.
Zaghaft wurde etwas die Richtung der Serie geändert und der Gore-Gehalt zugunsten einer Krimi-Handlung etwas reduziert; ein gegenüber den Fans der Serie eigentlich riskantes Manöver. Inzwischen ist die „Saw“-Kinoserie mit ihren sechs exakt im Jahrestakt folgenden Episoden („Saw VI“ ist so gut wie fertig und startet Halloween 2009) dahingehend einmalig in der Filmgeschichte, das gab es so in dieser Konsistenz noch nie. Wie immer ist auch bereits ein Director’s Cut von „Saw V“ auf DVD angekündigt, der den 92minütigen Film um 14 Minuten verlängern soll. Es ist noch nicht ganz abzusehen, ob es dieser nach Deutschland schafft, da die letzten beiden Folgen immer Probleme mit der Zensur hatten.
Trotz eines sehr starken Starts reichte es für den ersten Platz trotzdem nicht, da etwas jüngere, weibliche Teenager „High School Musical 3“ zu einem Start mit 42 Millionen Dollar verhalfen. Wobei es natürlich so gut wie keine Überschneidungen in den jeweiligen Zielgruppen gibt und einige Artikel schon feixten, wie lustig es wäre, wenn ein Kinobetreiber mal aus Versehen Spulen von „Saw V“ und „High School Musical 3“ verwechseln würde.

Dem Ansturm der beiden oben genannten Hits konnten die anderen Filme dieses Wochenende nichts entgegensetzen, und so gab „Max Payne“ um 57% nach (Einspiel bisher 29,6 Mio. nach 10 Tagen) und „Quarantäne“ weitere 58% (Einspiel bisher 28,8 Mio. Dollar nach drei Wochen).


Nächstes Wochenende dürfte es „Saw V“ etwas besser treffen als seine Vorgänger, da Halloween auf den Freitag fällt und keine große direkte Konkurrenz startet.

Text: Oliver Naujoks





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