Boxoffice USA: Mutierte Schildkröten schlagen Mutanten!
Datum: Sunday, 25.March. @ 22:34:54 CEST
Thema: Kino


Im März des Jahres 1990 beeindruckte „Teenage Mutant Ninja Turtles“ mit 25,3 Millionen Dollar mit einen Sensations-Start. Heute, 17 Jahre später, scheinen immer noch nicht alle Pizza-Stücke von Donatello, Leonardo, Raphael und Michelangelo verdrückt worden zu sein: Ein neues Abenteuer im Gewand eines CGI-Cartoons und programmatisch nur noch „TMNT“ betitelt, startete dieses Wochenende mit 25,4 Millionen Dollar in den USA ordentlich durch. Auch wenn diese Zahl heutzutage deutlich weniger beeindruckend als die fast identische Zahl vor 17 Jahren ist, reicht das für Platz 1 der US-Kinocharts.
Das Hollywood-Debüt des deutschen Regisseurs Martin Weisz („Rohtenburg“), der Fortsetzungsschocker „The Hills Have Eyes II“, kam mit geschätzten 10,0 Millionen Dollar nur auf Platz 7 zum Start, dürfte aufgrund des geringen Budgets aber trotzdem profitabel sein.

Auch wenn die Zuschauer, die die ersten drei Kinofilme mit den Ninja-Schildkröten damals im Kino sahen (1990, 1991, 1993) inzwischen erwachsen sein dürften, ist eine neue Generation nachgewachsen, denn nachdem die erste Animationsserie 1996 beendet wurde, konnte eine Neuauflage der Ninja Turtles ab 2003 im Fernsehen einige Erfolge feiern und die Pizza essenden, panzerbewehrten Streiter für das Gute einer neuer Zuschauerschicht bekannt machen. Der CGI-Kinofilm schließt allerdings eher an die alten Filme von damals an – und das sichtlich mit Erfolg. Dazu beigetragen haben dürfte auch die Star-Besetzung der Sprecher, darunter Patrick Stewart, Sarah Michelle Gellar, Laurence Fishburne, Kevin Smith, Zhang Ziyi und Mako.

Auch wenn das Kannibalendrama „Rohtenburg“ in Deutschland nicht aufgeführt werden durfte, weil der als „Kannibale von Rotenburg“ bekannt gewordene Achim Meiwes erfolgreich eine einstweilige Verfügung dagegen beantragt hatte, wurde Hollywood auf dessen Regisseur Martin Weisz aufmerksam und übertrug ihm die Regie an „The Hills Have Eyes II“, der Fortsetzung des letztjährigen Schockers um Mutanten, die eine Familie in einer Wüste massakrierten. Nachdem bereits das erste „The Hills Have Eyes“-Remake erfolgreich von einem Europäer verfilmt wurde, dem Franzosen Alexandre Aja, versuchte man es diesmal mit einem deutschen Regisseur, der ebenso wie Ajas „Haute Tension“ bereits mit „Rohtenburg“ einen skandalträchtigen Film inszeniert hatte. „The Hills Have Eyes II“ ist kein Remake der damaligen Original-Fortsetzung „Im Todestal der Wölfe“ (OT: „The Hills Have Eyes, Part II“, 1984) von Wes Craven, sondern eine eigenständige Fortsetzung des Remakes aus dem letzten Jahr. Nachdem der Film vor dem Start der Filmkritik nicht gezeigt wurde, meist ein sehr schlechtes Zeichen, trudelten über das Wochenende dann auch prompt sehr negative Kritiken ein. Trotzdem ist der Start mit 10 Millionen Dollar ganz ordentlich: Schon der erste Teil hatte nur 14 Millionen gekostet, der zweite Teil dürfte somit bereits in den US-Kinos sein Budget wieder einspielen.

Weiter nach hinten durchgereicht wurde der übernatürliche Sandra Bullock-Thriller „Die Vorahnung“ (O-Titel „Premonition“), der aber immerhin nach nur zwei Wochen bei ordentlichen 32 Millionen Dollar steht, während der Puppen-Horrorfilm „Dead Silence“ von „Saw“-Regisseur James Wan beim Publikum nicht richtig reüssieren konnte und nach zwei Wochen gerade einmal 13 Millionen Dollar in die Kassen brachte und in der Hitparade sich im freien Fall befindet. Das nach einem Comic von Frank Miller inszenierte Schlachtendrama „300“ kann ein drittes Wochenende über 20 Millionen Dollar einspielen und steht bei für einen Film mit einer so hohen Freigabe beeindruckenden 162 Millionen Dollar Gesamteinspiel in den USA.




Text: Oliver Naujoks





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