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  Kino: BOXOFFICE USA: "Underworld" lebt, aber das "Tintenherz" steht still
Geschrieben am Sunday, 25.January. @ 19:18:31 CET von Guido
 
 
  Kino An einem erneut recht starken Wochenende an den US-Kinokassen landete der dritte "Underworld"-Film, das Prequel "Underworld: Aufstand der Lykaner", mit rund 20,7 Millionen Dollar knapp hinter "Der Kaufhaus-Detektiv" (21,5 Millionen Dollar). Wie erwartet ging aufgrund der desaströsen Startpolitik des betreuenden Studios die Cornelia-Funke-Verfilmung "Tintenherz" in den USA völlig unter und startete mit 7,7 Millionen Dollar auf Rang 7.

Nachdem die "Underworld"-Saga mit ihrem Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen im modernen Gewand zwei Mal erfolgreich beim Publikum reüssieren konnte, erscheint jetzt ein Prequel aus der Sicht der Werwölfe, in welchem zwar Kate Beckinsale nicht mehr dabei ist und Erfolgsregisseur Len Wiseman ("Stirb Langsam 4.0") nur noch produziert, das Publikum goutierte dieses aber trotzdem: Unter der Regie von Effekt-Guru Patrick Tatopoulos agiert nunmehr Action-Heroine Rhona Mitra und einige Kritiker konnten dem pseduo-historischen Setting durchaus etwas abgewinnen. Das Publikum auch, zumal ein solcher Film länger nicht in den Kinos zu sehen war. Der recht erfolgreiche Start von "Underworld: Aufstand der Lykaner" deutet auf ein sehr vielversprechendes DVD-Geschäft hin – und möglicherweise weitere Teile.

Die Cornelia-Funke-Verfilmung "Tintenherz" von Iain Softley mit Brendan Fraser startete bei uns bereits Anfang Dezember, ebenfalls nur mit mäßigem Erfolg, aber immerhin nicht so furchtbar wie in den USA, was zwei gute Gründe hat, die sich die entsprechenden Verantwortlichen bei Warners Label New Line ans Revers heften müssen: Der Film wurde lange zurück gehalten und startete in Nordamerika nun zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nicht nur, dass das Publikum nach den beiden letztjährigen Fraser-Erfolgen "Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" und "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" wohl nicht schon wieder ein Brendan-Fraser-Effektspektakel dringend sehen musste, viel schlimmer wog die Tatsache, dass an Weihnachten eine Adam Sandler-Komödie startete, die ein sehr ähnliches Thema (Buchfiguren erwachen zum Leben) behandelte und besetzte: "Bedtime Stories". Das Publikumsinteresse war erwartungsgemäß gering und dieses so absehbar, dass schon die Frage gestattet sein muss, ob der Film an diesem Wochenende aus Gründen, über die man nur spekulieren kann, absichtlich begraben wurde.

Das letzte Woche recht erfolgreich gestartete Remake „My Bloody Valentine 3D“ konnte sich verhältnismäßig gut behaupten (Platz 6) und steht nun bei 37,3 Millionen Dollar.

Text: Oliver Naujoks
 
 
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